18/08/2025

Die Sendai-Kollektion III

Aus Pappe können Schalen entstehen, die auch zu mehreren nebeneinander gut wirken.

Heute, im dritten Teil der Vorstellung meiner Sendai-Kollektion, sind die Chiyogami-Schalen an der Reihe. Diese sind ganz wunderbar geeignet zur Ablage von allem Möglichen, das sonst lose herumfliegt oder schwer zu finden ist, weil es keinen festen Ablageort hat. Dazu gleich mehr. Chiyogami ist weich und glatt, von der Haptik ähnlich wie feinstes Fensterleder. Was auch immer Sie in der Schale ablegen wird also gut bewahrt und nicht zerkratzt. Dazu sieht Chiyogami auch noch sehr schön aus und vermittelt gute Wünsche, wie wir bereits gesehen haben (wie hier und hier, sowie in allen Beiträgen mit dem Label Japanische Muster).

Wohin mit den Schlüsseln, wenn man nach Hause kommt? Wer kein Schlüsselbrett hat, ist mit einer Ablageschale in der Nähe der Eingangstür gut bedient. (Das die Schlüssel nicht irgendwo abgelegt werden sollen, wo sie von Außenstehenden leicht gestohlen werden können, versteht sich hoffentlich von selbst.)
"Wo hab ich denn meine Brille hingelegt?" Kurzsichtige im mittleren Alter kennen das: Man kann mit der Brille auf der Nase nichts mehr lesen, ohne sie jedoch ganz gut. Das Wiederfinden der abgelegten Brille wird enorm erleichtert, wenn es einen festen Ablageort gibt. Zumindest kann man dort anfangen, zu suchen ...
Die Schalen können platzsparend gestapelt werden.
Die Unterseite ist mit Satogami bezogen und mit meinem Logo versehen.

 

Chiyogami-Schalen 'Sendai'
Pappe, Chiyogami, Satogami
Unten: 7,0 x 16,5 cm
Oben: 9,0 x 18,5 cm
Höhe: 2,0 cm
Ab sofort zu haben für 16 € das Stück. (Stand August 2025)

Die Chiyogami-Schale 'Asanoha' Gold auf Schwarz mit Satogami in Saftgrün auf der Unterseite.
Die Chiyogami-Schale 'Blütensiegel' Blaugrün mit Satogami in Bambusgrün auf der Unterseite.
Die Chiyogami-Schale 'Palmette' Petrol mit Satogami in Wassergrün auf der Unterseite.
Die Chiyogami-Schale 'Seigaiha' Türkis mit Satogami in Bambusgrün auf der Unterseite.
Die Chiyogami-Schale 'Uroko' mit Satogami in Schwarz auf der Unterseite.

Ich habe Papier der Sendai-Kollektion auch verwendet, um zwei bereits vorhandenen Schachtelmodellen ein Update zu geben. Wie sich die Kintsugi-Box und die Spielkartenbox im Sendai-Gewand ausmachen, sehen Sie die nächsten beiden Male.

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04/08/2025

Die Sendai-Kollektion II

Heute geht es weiter mit meiner neuen Sendai-Kollektion; jetzt sind die großen Schachteln an der Reihe. Wenn Sie noch nicht wissen, was es mit Sendai auf sich hat, können Sie es in diesem Blogbeitrag nachlesen.

Die großen Schachteln sind eine größere, aber auch flachere Version der kleinen Schachteln. Während sich die Kleinen ideal für Visitenkarten eignen, bieten sich die Großen zur Aufbewahrung von Notizbüchern, Postkarten, Schreibutensilien oder als Smartphone-Versteck an.

Hier passt ein ganzer Stapel Postkarten oder Briefumschläge hinein, inklusive Briefmarken und Schreibstift. So haben Sie alles an einem Ort, um gleich loszuschreiben. Das finden Sie nicht mehr zeitgemäß? Es gibt aber immer noch nichts Besseres als eine handgeschriebene Botschaft, um wirklich persönliche Grüße oder Gedanken von Herzen zu übermitteln. Und sicher haben auch Sie noch irgendwo alte Briefe, die Sie aufheben. Aber wohl kaum alte E-Mails oder alte WhatsApp-Nachrichten, nicht wahr?
Die Schachtel macht sich ebenso gut als Zuhause für mein eigenes Reisejournal wie für ein Souvenir aus dem Nationalpark.
Wenn das Smartphone einmal verschwinden soll, weil man sich konzentrieren möchte oder die handyfreie Zeit begonnen hat, lässt es sich hier gut unterbringen. Stumm schalten, hineinlegen, Deckel zu und hoffentlich: Aus den Augen, aus dem Sinn!
Hier verschwindet gleich ein 6,3 Zoll Fairphone 4.

 

Die großen Schachteln

Große Schachteln 'Sendai'
Pappe, Chiyogami, Satogami
Innen: 17,0 x 11,0 cm, Tiefe 3,0 cm
Außen: 18,0 x 12,0 cm, Höhe 3,5 cm
Ab sofort zu haben für 40 € das Stück. (Stand August 2025)

Die große Schachtel 'Asanoha' Gold auf Schwarz mit Satogami in Saftgrün.
Erinnert uns eher an Sterne, stellt aber Hanfblätter dar. Ein wohltuendes Muster für alle Jahreszeiten; und ein Wenig von der Stärke und Vitalität der Hanfpflanze kann wohl jeder gut gebrauchen.
Die große Schachtel 'Blütensiegel' Blaugrün mit Satogami in Bambusgrün.
Die große Schachtel 'Palmette' Petrol mit Satogami in Wassergrün.
Die große Schachtel 'Seigaiha' Türkis mit Satogami in Bambusgrün.
Wellenmuster mit Wasserreflexen für Ruhe, Frieden und langanhaltende Freude.
Die große Schachtel 'Uroko' mit Satogami in Schwarz.
Die schützende Wirkung dieses Musters habe ich schon beim letzten Mal erwähnt. Einige Quellen berichten, dass die Samurai dieses Muster offen als Wappen oder auf ihrer Rüstung getragen haben. Andere Quellen berichten von der Verwendung von Uroko als Futterstoff für die Kleidung, je nachdem, ob man den Gegner wissen lassen wollte, dass man diesen Schutz genießt, oder nicht. Funktioniert sicher auch bei Menschen, die für Gewöhnlich ohne Schwert unterwegs sind. :-)

Nächstes Mal geht es weiter mit den Chiyogami-Schalen.

Ich freue mich über Kommentare an ateliergry@gmail.com.

21/07/2025

Die Sendai-Kollektion

All mein Chiyogami, das ich bisher gekauft habe, ob in London bei Shepherds, in München bei Carta Pura oder hier in Heidelberg in dem Papierladen, der vorher Papierwerkstatt Dieter Bahr und jetzt Pappenheimer heißt, hat eines gemeinsam: Es kam zwar aus Japan, aber mit einem Umweg über den Großhändler The Japanese Paper Place in Toronto, Kanada. Wer über eine Kreditkarte verfügt, kann übrigens bei einem kanadischen Online-Einzelhändler auf das volles Sortiment von über 700 verschiedenen Arten von Chiyogami-Bögen zugreifen.

Jetzt aber habe ich zum ersten Mal Chiyogami, das direkt aus Japan zu mir gekommen ist. Es stammt aus einem Schreibwarenladen in der Großstadt Sendai, Präfektur Miyagi, und war Teil einer ganzen Tüte voll Reisemitbringseln für mich. Es war auch ein Flyer eines traditionellen Papierladens in Tokio dabei, und die Fotos der geführten Produkte haben mich zu einer neuen Kollektion inspiriert. Mit Material aus Sendai, Inspiration aus Tokio und meiner Hände Arbeit in Deutschland ist die Sendai-Kollektion entstanden, die ich nach und nach vorstellen werde. Heute geht es los mit den kleinen Schachteln.

Die Sendai-Kollektion besteht aus kleinen Schachteln, großen Schachteln und Chiyogami-Schalen. Hier ist auf einem Sekretär von jedem ein Exemplar im Muster 'Palmette' in Aktion zu sehen. Die gerahmte Postkarte zeigt übrigens eine Stadtansicht von Heidelberg, gemalt von William Turner.

 

Die kleinen Schachteln

Eine gute Größe für Visitenkarten mit Platz zum Hineingreifen, so dass man den Inhalt nicht auskippen muss.

Diese Schachteln haben einen mit Chiyogami bezogenen Stülpdeckel und ein mit einfarbigem Satogami bezogenes Unterteil. Innen gibt es 10 x 6,4 cm Platz, bei 3,5 cm Tiefe. Das Außenmaß ist 11,1 x 7,4 cm, die Gesamthöhe 4,0 cm. Das ist genug für einen Stapel Visitenkarten, aber auch für Datensticks, bunte Masking Tape Rollen oder Kleinkram, der gerne überall herumfliegt.

Kleine Schachteln 'Sendai'
Pappe, Chiyogami, Satogami
innen 10 x 6,4 cm, 3,5 cm tief
außen 11,1 x 7,4 cm, 4 cm hoch
Ab sofort zu haben für 35 € das Stück. (Stand Juli 2025)

Die kleine Schachtel 'Asanoha' Gold auf Schwarz mit Satogami in Saftgrün.
Asanoha ist ein traditionelles japanisches Muster (Wagara), das Hanfblätter darstellt. Hanf wurde früher hauptsächlich zu Textilien weiterverarbeitet und die Pflanze war bekannt für ihre Vitalität und Stärke. Daher wurde das Hanfmuster gern für Kinderkleidung verwendet, als Ausdruck des Wunsches, dass sich die Stärke und Vitalität der Hanfpfanze auf den eigenen Nachwuchs übertragen möge.
Die kleine Schachtel 'Blütensiegel' Blaugrün mit Satogami in Bambusgrün.
Die kleine Schachtel 'Palmette' Petrol mit Satogami in Wassergrün.
Die kleine Schachtel 'Seigaiha' Türkis mit Satogami in Bambusgrün. Über das Muster Seigaiha gibt es bereits einen Blogbeitrag. Dieses Wellenmuster wird hier noch durch zusätzliche Wasserreflexe ergänzt.
Die kleine Schachtel 'Uroko' mit Satogami in Schwarz.
Uroko ist ebenfalls ein traditionelles japanisches Muster (Wagara), das die Schuppen von Schlangen, Fischen oder Drachen darstellt. Dieses Muster soll vor Schaden schützen und war deshalb – verständlicherweise – äußerst beliebt bei den Samurai.

Nächstes Mal geht es weiter mit den großen Schachteln.